Ab 2028 werden elf Quartiere mit besonderen sozialen Herausforderungen in das Städtebauförderungsprogramm Sozialer Zusammenhalt aufgenommen und als Quartiersmanagement-Gebiet (QM) festgelegt. Damit erhalten sie umfassende Mittel für Baumaßnahmen und sozio-integrative Projekte. Zudem wird sich ein Quartiersmanagement-Team vor Ort in enger Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern um die Aktivierung und Beteiligung der Nachbarschaft, den Aufbau von Netzwerken und die Entwicklung von Projekten kümmern. Entsprechende Beschlüsse der Bezirksämter liegen nun vor. Der Senatsbeschluss soll noch im April erfolgen. Es handelt sich um folgende Quartiere:
• Nauener Platz (Mitte)
• Südpankepark (Mitte)
• Askanischer Platz (Friedrichshain-Kreuzberg)
• Paul-Hertz-Siedlung (Charlottenburg-Wilmersdorf)
• Neustadt West (Spandau)
• Georg-Ramin-Siedlung (Spandau)
• Tirschenreuther Ring (Tempelhof-Schöneberg)
• Britz Nord (Neukölln)
• Britz Süd (Neukölln)
• Böhlener Straße (Marzahn-Hellersdorf)
• Hausotterplatz (Reinickendorf)
Zusammen mit 13 bestehenden Fördergebieten werden dann insgesamt 24 Quartiere gefördert. Mit der Städtebauförderung unterstützen der Bund und das Land Berlin die Bezirke bei der nachhaltigen Quartiersentwicklung. Im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ wurden seit 1999 bereits Fördermittel in Höhe von mehr als 700 Millionen Euro in die Stabilisierung von 50 Quartieren investiert.
Der Einsatz von Städtebaufördermitteln ist gemäß Art. 104b Grundgesetz stets befristet. Die Aufnahme neuer Fördergebiete wird durch den erfolgreichen Abschluss von 19 QM-Gebieten zum 31.12.2027 ermöglicht. Durch das neue Landesprogramm „Quartiersmanagement light“ bleibt jedoch in den Gebieten mit ungünstigen Sozialdaten ab 2028 auch weiterhin eine starke Kümmererstruktur vor Ort erhalten. Hiervon profitieren folgende Quartiere:
• Mehringplatz (Friedrichshain-Kreuzberg)
• Wassertorplatz (Friedrichshain-Kreuzberg)
• Zentrum Kreuzberg (Friedrichshain-Kreuzberg)
• Hellersdorfer Promenade (Marzahn-Hellersdorf)
• Reinickendorfer Straße/ Pankstraße (Mitte)
• Soldiner Straße/ Wollankstraße (Mitte)
• Dammwegsiedlung (Neukölln)
• Rollbergsiedlung (Neukölln)
• Sonnenallee Süd/ High-Deck-Siedlung (Neukölln)
• Heerstraße-Nord (Spandau)
• Spandauer Neustadt (Spandau)
• Falkenhagener Feld West (Spandau)
In den übrigen sieben auslaufenden QM-Gebieten können die Bezirke Mittel aus der Städtebauförderung für eine zeitlich befristete personelle Verstärkung der bezirklichen Stadtteilkoordination beantragen, um einen sanften Übergang vom Quartiersmanagement-Verfahren hin zur bezirklichen Regelversorgung zu gewährleisten („Stadtteilkoordination Plus“). Zusätzlich könnten mit Auslaufen der Förderung aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt vorbehaltlich der Haushaltsverhandlungen folgende Großsiedlungen ab 2028 Mittel für sozio-integrative Projekte aus dem Landesprogramm „Stärkung Berliner Großsiedlungen“ erhalten:
• Hellersdorfer Promenade
• Dammwegsiedlung
• High-Deck-Siedlung
• Heerstraße Nord
• Falkenhagener Feld West
So wird auch langfristig eine positive Quartiersentwicklung in sozial schwachen Gebieten gesichert und der soziale Zusammenhalt sowohl in den Quartieren als auch in der Gesamtstadt gestärkt.